Kartenlegen , die Kunst Karten lesen zu können

Kartenlegen

Kartenlegen – die Kunst des Wahrsagens

 

Kartenlegen , was genau ist das ? Auch Sie sind neugierig auf Ihre Zukunft und möchten wissen, was Sie in der Liebe erwartet oder ob sich eine Partnerschaft mit Ihrem Traumpartner anbahnt? Das Kartenlegen fasziniert die Menschheit seit eh und je. Durch das Kartenlegen wird die gegenwärtige Lebenssituation ermittelt und daraus eine Zukunftsvorhersage getroffen. Tarot, Zigeunerkarten, Lenormandkarten, Skatkarten, Engelskarten, Mondorakelkarten und Kipperkarten zählen dabei zu den beliebtesten Kartendecks weltweit. Die Orakel Karten dienen beim Kartenlegen als Hilfsmittel um einen Blick in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu werfen. Während dem Kartenlegen erkennt der Kartenleger oder die Kartenlegerin mögliche Zukunftsperspektiven, aufgrund deren eine Prognose für den Fragenden gegeben werden kann. Auch tiefgründige Probleme oder Fragestellungen, die Ihre Seele belasten, lassen sich durch das Kartenlegen interpretieren. Es lassen sich sowohl vergangene, gegenwärtige oder zukünftige Ereignisse deuten, wodurch dem Fragenden ein Rat für seine derzeitige Situation gegeben werden kann.

 

In der heutigen Zeit genießt die Esoterik deshalb immer größere Popularität. Durch diesen gesellschaftlichen Wandel sind auch die Themen Kartenlegen, Kartenlegen online, Wahrsagen und Hellsehen zunehmend beliebter. Beim Kartenlegen mischt der Kartenleger die Orakel Karten und breitet sie nach bestimmten Mustern oder Bildern vor sich aus. Die verschiedenen Positionen der Karten ergeben dabei Beziehungen, woraus eine Zukunftsvorhersage für die gegenwärtige Situation, zukünftigen Ereignissen, Ängste und Hoffnungen ableiten lassen. Die Kunst des Kartenlegens  ist dabei, das gelesene für den Fragenden in eine Antwort zu interpretieren, die zu seiner aktuellen Lebenssituation passt. Das Kartenlegen schreibt Ihnen dabei keine feste Handlungsanweisung vor. Es soll dazu dienen, Hinweise für schwierige Lebenssituationen zu geben und als Ratgeber Ihnen einen neuen Blickwinkel für aktuelle Geschehnisse zu verschaffen. Für Zeiten in denen Sie dringend Rat oder Hilfe benötigen, stellt das Kartenlegen eine einfühlsame und ehrliche Hilfestellung zur Lösung Ihrer Probleme dar.

Die große Vielfalt der Tarot-Decks

Die Vielfalt der Tarot-Decks ist groß. Dies vermag zum einen auf die unterschiedlichen künstlerischen Gestaltungen der Karten zurückgehen, aber auch auf die zugrundeliegenden kulturellen, esoterischen, spirituellen und philosophischen Systeme. Systeme wie Kabbala, Astrologie, das I Ging und die Runen finden sich dabei in vielen Decks wieder.
Im Laufe der Zeit entwickelten sich daraus kulturell unterschiedliche Decks. Somit sind heute neben den ägyptischen und indigenen Decks auch japanische, chinesische und afrikanische Decks weit verbreitet.

Als Sonderform werden die feministischen Tarot-Decks angesehen. Die wohl bekanntesten feministischen Tarot-Decks sind die Daughters of the Moon und das Motherpeace-Tarot. Das besondere bei diesen Kartendecks ist die runde Kartenform, welche ensprechend von den rechteckigen Karten des Tarots abweicht.
Andere Decks haben literarische oder künstlerische Traditionen, andere sind thematischen Fragestellungen zugeordnet. Das wohl bekannteste Tarot ist in diesem Zusammenhang das Tarot der Liebe. Andere thematische Decks ist beispielsweise das Edelstein-Tarot und das Baum-Tarot. Des Weiteren existiert eine Vielfalt an thematischen Decks ohne jeglichen esoterischen Bezug.

Auf die Kenntnis der Kabbala und Astrologie baut das Tree-of-Life Deck auf. Das kabbalisitische Deck zeichnet sich durch eine abstrakte Symbolik aus dem kabbalistischen Sephiroth und dem Zabiak aus. Diese Zuordnung beruht auf das Golden Dawn.
Zusätzlich existieren auch einige sogenannte freie Decks, die völlig unabhängig von den bestehenden Tarot-Traditionen sind. Hierzu zählen auch Entwürfe mit z.B. 73 Karten. Ein Beispiel hierfür stammt aus dem Diskordianisumus. Es ist völlig anders strukturiert und bringt die Dada-Mystik zum Ausdruck.

Das Marseille-Tarot
Das Rider-Waite-Tarot
Das Crowley Tarot

Marseille-Tarot

Die Ursprünge des heutigen Tarot de Marseille sind zu Beginn des 16. Jahrhunderts entstanden. Das heute bekannte Marseille-Tarot ist um 1760 entstanden und wurde von der Kartenmanufaktur Nicolas Conver aus Marseille gestaltet. Die Kartenbilder sind aus Holzstichen entstanden und sind in ihrer Urform sehr schlicht mit blauer, roter, gelber und grüner Farbe coloriert. Die Farbkonstellation geht dabei auf die Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde zurück.

Aus dem Marseille-Tarot sind im Laufe der Zeit weitere Tarot-Kartenorakel entstanden. Dazu zählen unter anderem das Tarot de Besançon und dessen Nachfolgedeck Namens 1JJ. Mit dem 1JJ werden meist die Schweizer Tarock-Varianten gespielt. Diese sind besonders im Kanton Graubünden, Troggu und im deutschsprachigen Teil des Wallis stark verbreitet. Auch das Oswald-Wirth-Tarot beruht auf dem Ursprung des Marseille-Tarot.

Rider-Waite-Tarot

Das Rider-Waite-Tarot wurde von Arthur Edward Waite um 1910 veröffentlicht. Dieses Deck wurde von der amerikanischen Künstlerin Pamela Colman Smith gestaltet und ist von der farbgebung ebenso einfach gestaltet wie das Marseille-Tarot. Aufgrund der fehlenden Nuancen wirkt es häufig etwas comichaft. Sowohl die Künstlerin als auch Arthur Edward Waite waren Mitglied im Golden Dawn. Der Name des Kartendecks leitet sich von Rider & Son, dem bekannten Londoner Kartenleger ab.

Die Karten des Rider-Waite-Tarots zeichnen sich dadurch aus, dass die Zahlenkarten zusätzlich szenisch illustriert wurden. Dadurch wurden diese Karten von vielen Verlegern bevorzugt, da sie leichter zu interpretieren sind.
Aufgrund der mangelnden Ästhetik gibt es für das Rider-Waite-Tarot zwischenzeitlich viele Nachahmungen. So sind beispielsweise die Karten des Universal-Waite-Tarot, das Cosmic Tarot, das New Palladini Tarot und auch das Gummibärchen Tarot abgewandelte Formen des Rider-Waite-Tarots.

Für das Raider-Waite-Tarot derzeit so viel Literatur wie zu keinem anderen Kartendeck.

Crowley-Tarot

Das Crowley-Tarot wird auch als Thoth-Tarot bezeichnet und wurde von Aleister Crowley erschaffen. Die Bildgestaltung geht dabei auf die Künstlerin Lady Frieda Harris zurück. Das Kartendeck enthält teilweise ägyptisierende Tartotkarten und wurde zunächst in Form von Buchillustrationen im Book of Thoth veröffentlicht. Circa 25 Jahre später wurde dann im Jahr 1969 das Kartendeck herausgebracht.

Von vielen Menschen wird die Darstellung dieses Kartendecks aufgrund der detailreichen Illustrationen als sehr ästhetisch empfunden. Dies vermag auch der Grund dafür sein, dass die Inspiration vieler weiterer Decks auf die Crowley-Tarot Karten zurückgeht. Diese sind auch unter dem Namen Haindl-Tarot, Cosmic-Tarot und Liber-T-Tarot von Roberto Negrini und Andrea Serio bekannt.

Die Erklärungsmodelle des Tarot

Grundsätzlich existieren zwei Erklärungsmöglichkeiten, warum die Tarot-Lesung eine so große Bedeutung für die Beantwortung einer Frage hat. Das eine Erklärungsmodell ist esoterisch-spirituell, das andere psychologischen Ursprungs.
Die esoterisch-spirituelle Erklärung versteht das gleichzeitige oder zeitnahe Auftreten von zwei Ereignissen. Die Ereignisse stehen dabei in einem sinnvollen Zusammenhang zu einander. Diese Parallelen werden werden bei der Kartenlegung dargestellt und beziehen sich auf die Ereignisse des Fragenden. Es wird auch als magische Erklärung bezeichnet. Diese Erklärung geht auf den Begriff der Synchronizität von Carl Gustav Jung zurück.

Bei der psychologische Erklärung wird das Tarotbild als visuelles Gleichnis zu einer Situation des Fragenden erlebt. Dabei stellt das Tarot ein Werkzeug zur Selbsterkenntnis dar, wodurch auch unterbewusste Gefühle aufgespürt werden kannen. Somit findet das Tarot auch im therapeutischen Kontext Anwendung.

Erfahre mehr zu den einzelnen Tarotkarten des großen Arkana

Das große Arkana

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0 – Der Narr
I – Der Magier
II – Die Hohepriesterin
III – Die Herrscherin
IV – Der Herrscher
V – Der Hierophant
VI – Die Liebenden
VII – Der Wagen
VIII – Die Gerechtigkeit
IX – Der Eremit
X – Das Rad des Schicksals
XI – Die Kraft
XII – Der Gehängte
XIII – Der Tod
XIV – Die Mäßigkeit
XV – Der Teufel
XVI – Der Turm
XVII – Der Stern
XVIII – Der Mond
XIX – Die Sonne
XX Das Gericht
XXI – Die Welt